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von Bar - Geschichte des Deutschen Strafrechts

Dr. Ludwig von Bar

"Geschichte des Deutschen Strafrechts und der Strafrechtstheorien"

in:

Dr. Ludwig Carl von Bars

Handbuch des Deutschen Strafrechts

Erster Band

Berlin, 1882

Weidmannsche Buchhandlung

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Inhalt

I. Geschichte des deutschen Strafrechts.

A. Das römische Strafrecht. .... 3

§. 1. Verschiedene Ausgangspunkte des Strafrechts. Rache, Zwang durch die Autorität, Religion..... 4
§§.2. 3. Bedeutung des sog. sacralrechtlichen Elements des röm. Strafrechts; frühes Zurücktreten der Privatrache; nachweisbare Reste der letzteren.
§. 4. Die öffentliche Strafe; Begriff der Perduellio; die Multae irrogatio durch die Plebs.
§§. 5. 6. Unbestimmtheit des röm. öffentlichen Strafrechts; Abgrenzung von Recht und Moral; die Rechtssphäre des Individuums im Verhältniss zur öffentlichen Gewalt; die Rechtswissenschaft; die realen Gründe der Mangelhaftigkeit des röm. Strafrechts.
§. 7. Charakter der Strafgesetze der XII Tafeln.
§. 8. Strafgewalt der Hausväter über Kinder, Ehefrauen, Sklaven, die Nota censoria; die Infamie im Privatrecht, die Popularklagen, als Ergänzung des öffentlichen Strafrechts.
§. 9. Die Strafgesetzgebung der späteren republikanischen Zeit.
§. 10. Strafensystem dieser Zeit; aristokratisch-milder Charakter desselben; Entziehung und Schmälerung politischer Rechte.
§. 11. Reale Gründe des späteren Umschwunges; das militärische Strafrecht; das Strafrecht in den Provinzen; Härte des öffentlichen Strafrechts gegen Sklaven; das Exil, spätere Bedeutung desselben; grobe Verbrechen in - den höchsten Kreisen zur Zeit Cäsars und der ersten Kaiser.
§. 12. Die einzelnen Veränderungen des Strafensystems in der Kaiserzeit; Relegation und Deportation; Wiederaufnahme der Todesstrafen; körperliche Züchtigungen; Freiheitsstrafen (?); Verwendung der Verurteilten zu öffentlichen Arbeiten; Verurteilung zur Bergwerksarbeit n. s. w., zum Gladiatorenspiel; Unfähigkeitserklärung- in Bezug auf öffentliche Ämter, Gewerbebetrieb.
§. 13. Nebenstrafen: Infamie, Vermögensconfiscationen, die Delatoren.
§. 14. Charakterisierung der mit Strafe bedrohten Handlungen; Schutz des Privatrechts, der Sittlichkeit; Privatdelikte, Versuch und Teilnahme.
§. 15. Das Crimen majestatis.
§. 16. Die Christenverfolgungen, Zusammenhang derselben mit dem Strafrechte und dem öffentlichen Rechte d. röm. Staates überhaupt.
§. 17. Zauberei und Wahrsagen.
§. 18. Praktische Wirkungen und Handhabung des Strafrechts; die Beamtenjustiz; Verfolgung der Verbrechen von Amtswegen.
§. 19. Die Jurisprudenz, ihre Bestrebungen, ihre dauernden Erfolge; Gründe der Mangelhaftigkeit der röm. Strafrechts-Jurisprudenz im Vergleich zu der Blüte der Wissenschaft des Privatrechts.
§. 20. Die spätere Kaiserzeit; Einfluß des Christentums; Strafgesetze zum Schutze der Kirche und gegen die Übergriffe der letzteren; Reflex der Not des Staates in den Strafgesetzen; Todesstrafen begründet durch die eindringenden Ideen und Auffassungen des mosaischen Strafrechts; Willkürlichkeiten; der dauernde Gewinn aus dem röm. Strafrecht für die spätere Kultur.

B. Das älteste deutsche Strafrecht. .... 51

§. 21. Die Rache des Verletzten als Grundlage des ältesten deutschen Strafrechts; Öffentliche Strafe nur als Rache des Gemeinwesens gegen unmittelbare Verletzung oder Gefährdung des letzteren selbst; die Compositio als Beilegung der Rache (Fehde); Friedensvermittelung der Gemeinde; der Fredus, als Gebühr ursprünglich für den vermittelten Frieden; die Friedlosigkeit der nordischen Rechte; das Verbrechen nach germanischer Auffassung nicht formeller Friedensbruch, sondern materielle Rechtsverletzung (Sittlichkeitsdelikte ?).
§. 22. Bruch des besonderen Friedens, Dingfriedens, Königsfriedens u. s. w.
§. 23. Einzelne besonders wichtige Delikte;Tarife der Kompositionen.
§. 24. Besondere Berücksichtigung des sog. objektiven Moments des Verbrechens im älteren deutschen Strafrechte; das sog. subjektive Moment; Absicht, Fahrlässigkeit (zufällige Verletzung); Qualifikationsgrund der Heimlichkeit der Begehung.
§. 25. Eingreifen der königlichen Gewalt durch öffentliche Strafen unter den Merowingern und Karolingern; die Harmiscara; Bemühungen die Fehden zu unterdrücken; der Bannus regius als Ergänzung des Strafrechts.
§. 26. Die Strafgewalt der Familienhäupter, besonders gegen Unfreie; die Schuldknechtschaft als Folge der Verpflichtung zur Zahlung hoher Kompositionssummen; tatsächliche Verwandlung der Rache in Strafe gegenber den unteren und unbemittelten Volksklassen; Herabdrückung der grossen Masse des Volkes in den Stand der Unfreien und Einfluss dieser Tatsache auf das Strafrecht.

C. Das Strafrecht der christlichen Kirche. .... 71

§. 27. Das Recht der Ausschliessung von der Gemeinschaft als Grundlage des kirchlichen Strafrechts. Die Pönitenzen als freiwillig übernommene Pflichten und Leistungen den Ausschluss abzuwenden; die Beichte; der Zweck der Busse; die Besserung des Schuldigen; Inhalt der Bussordnungen.
§. 28. Strafrecht der Kirche gegen ihre Diener; anderer Charakter dieses Strafrechts; Abschreckung Anderer; Annäherung an das weltliche Strafrecht; Einfluss der Kirche auf das staatliche Strafrecht dadurch, dass die Kirche gewisse Handlungen ihrerseits für strafwürdig erklärt.
§. 29. Kirchliche Gerichtsbarkeit über weltliche Delikte der Geistlichkeit. Verwendung des kirchlichen Zwanges zu Staats-, des staatlichen Zwanges zu kirchlichen Zwecken unter den fränkischen Königen.Vertretung der staatlichen Strafe durch die kirchliche Strafe. Delicta mixti fori.
§.30. Einfluss des kirchlichen Asylrechts; weltliche Gerichtsbarkeit im Besitze der Kirche.
§. 31. Veränderungen und Schwankungen des kirchlichen Strafrechts. Poenae medicinales und Poenae vindicativae. Die Fehler des kirchlichen Strafrechts.
§. 32. Das Verbrechen der Ketzerei. Nachtheile und Vorteile des kirchlichen Einflusses auf das weltliche Strafrecht.......S. 71 - 86

D. Das Strafrecht des späteren Mittelalters. .... 87

§. 33. Fortbestand der früheren Grundlagen des Strafrechts. Standesunterschiede. Fehde und Selbstläufe in ihrem Einflusse auf das Strafrecht.
§. 34. Die Landfrieden; ihre allgemeine strafrechtliche Bedeutung; Landfriedensbruch. Bruch des gelobten Friedens. Der Verband unter einem Herrn; der Stadtverband; der Stadtfrieden.
§. 35. Die wichtigsten Deliktsbegriffe, welche eine Umbildung erfahren. Der Verrat; Mord; Totschlag; Körperverletzung; der Bruch des Hausfriedens; die Sittlichkeitsdelikte; Polizeigesetee.
§. 36. Die allgemeinen strafrechtlichen Grundsätze, Prinzipiell gleicher strafrechtlicher Schutz der Freien und Unfreien; Unterschiede zwischen Bürgern und Nichtbürgern. Anstiftung-, Beihilfe, Versuch, Berücksichtigung besonderer Ueberlegung ("vorsate"); Streben der inneren Schuld gerecht zu werden; moralisirende Tendenzen; Anwendung des mosaischen Strafrechts.
§. 37. Einwirkungen des Beweisrechts; Präsumtionen der Schuld; Durchgreifen nach polizeilichen Tendenzen und auf der Basis roher Abschreckung; willkürliche harte Strafen.
§. 38. Das professionelle Gaunerthum im Kampfe gegen das geldstolze Bürgertum; Eindringen der Idee der Talion aus dem mosaischen Strafrecht; Härte und grausames Raffinement der Strafen; die Ehrenstrafen, Landesverweisungen, Vermögensconfiscationen; Steigerung des Verbrechertums gerade durch diese Strafen.
§. 39. Demoralisierende Wirkungen von Nebenumständen. Unterschiede der Bestrafung bei handhafter Tat; die Verfestung (Acht); die Taidigungen; die Justiz als Erwerbsquelle; das Richten nach Gnade; Fürbitten; die Befugnisse des Strafrichters. Unsicherheit und Willkür des Verfahrens, Unwissenheit und Willkür der Schöffen. Klagen über die Misstände zu Ende des XV. Jahrhunderts; der Beschluss des Freiburger Reichstags von 1498 über Vornahme einer Reform der Strafjustiz. Möglichkeit unmittelbarer Verwendung eines Teiles des römischen Strafrechtes.

E. Das Strafrecht seit der Rezeption des römischen Rechts. .... 112

§. 40. Gegensätze des römischen und des deutschen Strafrechts. Die Vermittelungsarbeit der italienischen Jurisprudenz; die Hauptwerke der letzteren.
§. 41. Die populäre, die Rezeption der italienischen Jurisprudenz vermittelnde deutsche Literatur; deutsche Gesetzgebungsarbeiten auf Grundlage der italienischen Jurisprudenz (des römischen Rechts). Die Bambergische Halsgerichtsordnung des Freiherrn Joh. v. Schwarzenberg. Verhältnis derselben zur gelehrten Jurisprudenz.
§. 42. Strafensystem der Bambergensis (Grausamkeit?). Geltung lokaler Gewohnheiten; bürgerlich zu strafende Fälle. Bestrafung nach Analogie. Grundauffassung des Strafrechts in der Bambergensis; besondere Vorzüge derselben.
§. 43. Anerkennung der Bambergensis auch auflerhalb des Fürstentums Bamberg; die sog. Brandenburgica von 1516. Aufnahme der Arbeiten zur Reform der Strafjustiz seitens der Reichsgewalt 1521 auf Grundlage der Bambergensis; dabei zu überwindende Schwierigkeiten. Die peinliche Gerichtsordnung Kaiser Karl V. von 1532; die salvatorische Klausel derselben.
§. 44. Plan und Einteilung der P. G. 0.; Ausgaben derselben; Geltung der P. G. 0. in den einzelnen Territorien, verschiedenes Verhalten der Reichsstände. Wirkungen der P. G. 0. in Süddeutachland, in Norddeutschland.
§. 45. Einfluss der Kirchenieformation auf die P. G. 0. Ansichten der Reformatoren über das Strafrecht; protestantische Ketzerrichter.
§. 46. Die kriminalistische Literatur des XVI. Jahrhunderts; die Praxis der Fakultäten. und die Consiliensammlungen.
§. 47. Die Herrschaft der Theologie in. Deutschland; die Hexenprozesse; Einfluss insbesondere der bigotten protestantischen Geistlichkeit auf das Strafrecht.
§. 48. Die Stärkung des Fürstenabsolutismus durch die protestantische Geistlichkeit; Strafgesetze des Fürstenabsolutismus in den einzelnen Territorien.
§. 49. Das Majestätsverbrechen; Eingreifen der landesfürstlichcn Allgewalt auch in die Führung und Entscheidung einzelner Strafsachen.
§. 50. Handel mit der Strafjustiz im XVII. und XVIII. Jahrhundert.
§. 51. Stillstand der Gesetzgebung; Abhülfe und Willkür der Praxis nur Umgehung der grausamen Strafen. Die sächsischen Juristen: Berlich und Carpzov.
§. 52. Die Milderungsgründe der Juristen; die allmählige Verwandlung der verstümmelnden Strafen in Freiheitsstrafen; die ersten Zuchthäuser im XVII. Jahrhundert; der Einflnss des Beweisrechts; die Tortur; die Verdachtsstrafe.
§. 53. Die Juristen als Gesetzgeber für den einzelnen Fall, besonders im XVIII. Jahrhundert.
§. 54. Die allmählige Beseitigung der Hexenprozesse, die Aufklärung besonders seit dem Anfang des XVIII. Jahrhunderts; Emanzipation der Jurisprudenz von der Theologie und von der Anwendung des mosaischen Rechts. Thomasius; Becearia. Die Glaubensfreiheit. Einfluss des sog. Naturrechts auf das Strafrecht. Die Zurechnungslehre und insbesondere die Lehre von der moralischen Freiheit. Fortschritte der Wissenschaft. Die Kommentare zur P. G. 0. von Kress und J. S. F. v. Boehmer.
§. 55. Behandlung des Strafrechts in den Vorlesungen der Universitäten. Die ersten systematischen Darstellungen (Kompendien). Das Verlangen nach einer neuen Strafgesetzgebung.
§. 56. Der Codex Maximilianeus Bavaricus von 1751; die sog. Theresiana von 1769; die Einzelgesetze Friedrich's II. von Preussen.
§. 57. Das österreichische Gesetzbuch Joseph's II. von 1787.
§. 58. Das Strafrecht des allgemeinen preuflischen Landrechts von 1794.
§. 59. Das österreichische Gesetzbuch von 1803.
§. 60. Das ältere französische Strafrecht; Ideen und Gesetze der Revolutionszeit; der Code penal von 1810.
§. 61. Die neue Wendung der deutschen Strafrechtswissenschaft am Ende des XVIII. Jahrhunderts; Grolmann und Feuerbach; die Inangriffnahme der Reform des Gefängniswesens, Anregungen durch den Engländer Howard.
§. 62. Feuerbach als Gesetzgeber in Bayern; das bayerische Kriminalgesetzbuch von 1813.
§. 63. Die Strafgesetzbücher der einzelnen deutschen Staaten bis zum Jahre 1848. Einfluss der politischen Bewegung des Jahres 1848; die deutschen Grundrechte; Beseitigung und bezw. Wiedereinführung der Todesstrafe in mehreren Staaten,
§. 64. Die preuflische Gesetzgebung. Reaktion und Demagogenverfolgung. Die Vorarbeiten zu einem neuen preuflischen Gesetzbuche; das preuflische Strafgesetzbuch von 1851.
§. 65. Gesetzbücher auf Grundlage des preuflischen Strafgesetzbuchs; das bayerische Strafgesetzbuch von 1861.
§. 66. Die Bestrebungen zur Herbeiführung grösserer Rechtseinheit in Deutschland; die Ereignisse des Jahres 1866 und die Errichtung des norddeutschen Bundes 1867. Der Entwurf zu einem norddeutschen Strafgesetzbuche von 1869.
§. 67. Weitere Bearbeitung dieses Entwurfs; das Strafgesetzbuch für den norddeutschen Bund vom 31. Mai 1870; das Strafgesetzbuch für das deutsche Reich vom 15. Mai 1871.
§. 68. Die Strafgesetznovelle von 1876; andere Zusatzgesetze und Strafgesetze des Reichs.
§. 69. Die deutsche Strafrechtswissenschaft im XIX. Jahrhundert.

II. Geschichte der Strafrechtstheorien.

A. Das griechische und römische Altertum. .... 202

§. 70. Einleitung. Praktische Bedeutung der Strafrechtstheorien (Einteilungen).
§. 71. Die Anfänge der Reflexion; die Sophisten.
§. 72. Sokrates, Die Ansichten Plato's.
§. 73. Aristoteles.
§. 74. Die Epikuräer, die Stoiker; die Skeptik: die Römer: Cicero, Seneca, die Juristen; der Neuplatoniker Hierokles

B. Die Strafrechtsphilosophie des Mittelalters. .... 214

§. 75. Ursprüngliches Verhalten des Christentums zu Staat und Strafe. Aussprüche des neuen Testaments. Das Christentum als herrschende Staatsreligion.
§. 76. Die Zusammenfassung der mittelalterlichen Ansichten bei Thomas Aquinas, Die Antipapisten.

C. Die Strafrechtstheorien der neueren Zeit. .... 219

§. 77. Hugo Grotius.
§. 78. Thomas Hobbes.
§. 79. Spinoza.
§. 80. Pufendorf.
§. 81. Locke; Leibnitz; Sam. v. Cocceji; Thomasius; Wolft; Rousseau.
§. 82. Beccaria ("dei delitti e dellc pene"); Filangieri.
§. 83. Globig und Huster.
§. 84. Servin (Notwehrtheorie); Wieland.
§. 85. Kant's Vergeltungstheorie.
§. 86. Fichte.
§. 87. Grolmann's Specialpräventionstheorie.
§. 88. Feuerbach, Bentham.
§. 89. Die Notwehrtheorie Romagnosi's: Oerstedt.
§. 90. Bauer's Warnungstheorie.
§. 91. Reaktion gegen Feuerbach's Abschreckungstheorie: G. E. Schulze; Steltzer.
§. 92. Besserungstheorie auf Grundlage des Determinismus (Groos). Die Krause'sche Rechtsphilosophie, Ahrens, Röder.
§. 93. Die Wiedererstattunngstheorie Welckers: Hepp's Theorie der bürgerlichen Gerechtigkeit.
§. 94. Wandlungen des absoluten Strafrechtsprinzips: C. S. Zachariä; Henke (Besserungstheorie).
§. 95. Kombinationen des absoluten Prinzips mit relativen Zwecken der Strafe: Rossi, Haus, Ortolan, Gabba, v. Preuschen, Henrici, Mohl, Mittermaier, v. Wieck.
§. 96. Herbart's Vergeltungstheorie des ästhetischen Urteils; Geyer.
§. 97. Hegel`s Theorie der Negation des Unrechts.
§. 98. Neuere theologisierende Richtungen: F. ,J. Stahl (Jarcke), v. Linck, J. de Maistre; neuere Theologen:Schleiermacher, Daub (Rothe).
§. 99. Fortbildung der Hegel'schcn Theorie: Trendelenburg, Abegg, Heffter (Freytag), Köstlin, Merkel, Hälschner, Berner, Kitz.
§. 100. Kombination der Hegel'schen mit der Fichte'schen Theorie: Heinze.
§. 101. v. Kirchmann; Schopenhauer; Dühring; E. v. Hartmami: v. Liszt.
§. 102. Binding's Theorie der Folgen des Ungehorsams gegenüber der "Norm". Laistner.

D. Die Ergebnisse. Die Theorie der sittlichen Missbilligung (Reprobation). .... 311

§. 103. Die Mängel der absoluten und der relativen Theorien. Berichtigung der Hegel`schen Theorie. Die Moral als Wurzel des Rechtes.
§. 104. Das sittliche, insbesondere das sittlich missbilligende Urteil als notwendiger Bestandteil der Moral. Die Moral ein Ergebniss der Geschichte. Die Missbilligung der Tat und per consequentiam auch des Täters. Die möglichen und berechtigten Ausdrucksweisen der Missbilligung. Die Vernichtung ohne weiteren Zweck: der stärkste Ausdruck der Missbilligung. Die Ausdrucksweisen der Missbilligung (Strafen) in der Geschichte. Die Missbilligung keine Vergeltung. Die Bedeutung des strafrechtlichen Urteils an sich. Verhältnis von Uebel und Missbilligung. Die Strafe keine Peinigung, aber auch nicht in erster Linie Erziehungsmittel; die Strafe keine Leistung.
§. 105. Die Missbilligung in der Privatrache, in der staatlichen Strafe; die Strafe ihrem Begriffe nach ein Recht der Gesellschaft, nicht des Staates; Konsequenzen daraus, insbesondere die Notwendigkeit einer subsidiären Privatanklage.
§. 106. Zusammenfassung der Resultate; die Idee der Missbilligung vertreten auch in den Schriften anderer Juristen und Philosophen (Leibnitz, Montesquieu, Lieber); die Auffassung Hugo Meyer's. Begriff des Verbrechens. Zulässige Strafmittel.
§. 107. Das Prinzip der Gerechtigkeit im Strafrechte; das geschichtliche Moment.
§. 108. Die strafbaren (mit öffentlicher Missbilligung zu belegenden) Handlungen. Prinzip der Sparsamkeit der Strafen. Zweckmässigkeit und Gerechtigkeit im Strafrechte. Strafrecht und Moral im engeren Sinne.
§. 109. Zivilunrecht und strafbares Unrecht, Zivilzwang und Strafe.
§. 110. Die Polizeidelikte. Charakteristik, Verhältnis zu den Kriminaldelikten.
§. 111. Die Disziplinarstrafe; die Ordnungsstrafe. Charakteristik des Disziplinarstrafrechts gegenüber dem öffentlichen Strafrecht. Verhältnis der öffentlichen Strafjustiz zur Handhabung der Disziplinargewalt.
§. 112. Zusammenfassung der Resultate; sprachliche Bemerkung über das Wort "Strafe".

Zu finden

  • DEJ der Universität des Saarlandes
Signatur: OA 1-1-9

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